Ästhetischer Zahnersatz basierend auf digitalem Wax-up:
Frontzahnrestauration nach Plan

Die Nachfragen nach ästhetischen Restaurationen – gerade im Frontzahnbereich- sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Gerade in diesem sensiblen ästhetischen Bereich sollte im Vorfeld der Behandlung zwischen Behandler und Dentallabor geklärt werden, ob ein zufriedenstellendes Resultat umsetzbar ist oder nicht. Es gibt verschiedene Konzepte, anhand derer eine digitale Planung durchgeführt werden kann.

Ausgangssituation
1 a
Durch die sehr fortgeschrittene Abrasion der Frontzähne lag eine negative Lachlinie vor. 

 

1b
Das Längen-Breitenverhältnis der oberen Frontzähne stimmte nicht mit ästhetischen Gesichtspunkten überein.

 

2a-d
Die zur Präparation geplanten Zähne werden virtuell ausgeschnitten und die entstandenen Löcher im Datensatz geschlossen.

Die Herstellung eines Wax-ups

Die Herstellung eines Wax-ups vor der Präparation ist mit einem zeitlichen Aufwand verbunden. Sinnvoller ist also, sich dabei der bereits vorhandenen Zahnbibliotheken aus bekannten Konstruktionsprogrammen zu bedienen: Man arbeitet mit anatomischen Formen und skaliert diese nur in der Größe, ohne die Anatomie zu verändern. Exocad (Darmstadt) und 3Shape (Kopenhagen, Dänemark) importieren zweidimensionale Porträtaufnahmen in die Konstruktion und passen diese dem Patienten individuell an. 

 

Nachteil des analogen Wax-up:

Man muss die Zahnform über ständiges Auf- und Abtragen erarbeiten, man hat lediglich eine Orientierung am Gipsmodell. Auf dem digitalen Weg wird gewährleistet, dass Form, Längen und Stellung der Zähne dem Patienten optimal angepasst werden können. Anhand einer Kasuistik werden Patientenwünsche erfasst und dokumentiert. Für die virtuelle Fallplanung werden Situationsabformungen gemacht. Die daraufhin hergestellten Situationsmodelle digitalisiert der Modell-Scanner. Anschließend werden die später zur Präparation geplanten Zähne virtuell ausgeschnitten und die entstandenen Löcher im Datensatz geschlossen.

Die Verlaufslinie der Lippe wird ausgeschnitten.

Der Matching-Prozess erfolgt über vier oder mehr Punkte.

Situationsmodell und Gegenkiefer

Da der Ausgangsscan vorliegt, erhält man nun Situationsmodell, Gegenkiefer und den beschnittenen Oberkiefer als Datensatz. Als nächster Schritt wird das dreidimensionale Modell in ein zweidimensionales Bild eingefügt. Dies erfolgt über einen Matching-Prozess von vier oder mehr Punkten, die sowohl auf dem virtuellen Modell als auch auf dem Bild gesetzt werden. Unter Berücksichtigung von Bipupillar- und Mittelllinie können dann verschiedene Zahnformen und Stellungen simuliert werden. Im virtuellen Artikulator werden nun alle Funktionsbewegungenkontrolliert und ungleichmäßige Führungsflächen ausgeglichen.

 

Nach fertiger Konstruktion können die einzelnen Scans ein- und ausgeblendet und Schnittbilder erzeugt werden. Mit dieser Information weiß der Behandler nun sehr genau, wie hoch der Substanzabtrag an den verschiedenen Flächen des Zahns sein muss. Das konstruierte Modell wird in Kunststoff gedruckt. Auf diesem werden Präparationsschablonen hergestellt und ein Formteil aus transparenten Silikon mitgeliefert, um ein Chairside-Provisorium herstellen zu können, das exakt der geplanten Situation entspricht.

 

Auf diese Weise kann der Patient sich an die neue Situation sowohl phonetisch als auch ästhetisch gewöhnen und gegebenenfalls Änderungswünsche äußern. Im Labor liegen nun alle wichtigen Unterlagen für die Herstellung der zahntechnischen Versorgung vor: Situations-, Planungs- und Präparationsmodelle. Für die Gerüstherstellung werden okklusale und labiale Vorwälle aus Silikon hergestellt, um die Platzverhältnisse zu kontrollieren.

Chairside-Provisorium

Herstellung von Vorwällen aus Silikon

Fazit

Computer gestützte Fertigung in der Zahntechnik ist bei ästhetischen Restaurationen eine große Hilfe. Gerade durch die Einbeziehung von Fotografien kann viel präziser vorhergesagt werden, wie sich die Versorgung orofazial integrieren lässt. Durch die Umsetzung der Planung in ein gedrucktes Kunststoffmodell hat man bereits vor der Präparation die Möglichkeit, Schablonen und Formteile herzustellen. Dies garantiert optimale Unterlagen für die zahntechnische Arbeit. Dadurch kann die Komplikationsrate bei der Herstellung vermindert werden und es wird sichergestellt, dass sich die Restauration nach ästhetischen und funktionellen Gesichtspunkten besser in das Gesamtbild integriert.

Die fertigen Kronen nach Oberflächenbearbeitung, Glanzbrand und Politur.

Die Abschlusssituation zeigte eine positive Lachlinie; die Kronen fügen sich unauffällig und natürlich in das Gesamtbild ein.

  Ästhetischer Zahnersatz   

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